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Marker für Johnny Cash

An Johnny Cashs denkwürdige Nacht im Gefängnis von Starkville im Mai 1965 erinnert der jüngste „Marker“ des Mississippi Country Music Trail, des Wegweisers zu wichtigen Orten der Country-Musik in Mississippi. Der Tatbestand: Blumenpflücken während der nächtlichen Ausgangssperre.

In den frühen Morgenstunden des 11. Mai 1965, nach einem Auftritt an der Mississippi State University in Starkville, griff die Polizei den „Man in Black“ auf. Er hätte doch nur Blumen gepflückt, erklärte er seinen Besuch auf einem Privatgrundstück. Die Ordnungshüter aber nahmen ihn fest wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit während der nächtlichen Ausgangssperre, brachten ihn hinter die Gitter des Oktibbeha County Jail, und ließen ihn am nächsten Morgen gegen eine Geldbuße von 36 Dollar wieder frei. Cash verewigte dieses Erlebnis in seinem Song Starkville City Jail und gab ihn 1969 in seinem legendären Gefängniskonzert von St. Quentin zum Besten. Und er fragte dort: „Was hätten sie erst mit mir gemacht, wenn ich Äpfel gepflückt hätte?“.

Der Mississippi Country Music Trail nahm die Geschichte nun zum Anlass, Johnny Cash den jüngsten seiner „Marker“ zu widmen. Am 14. Mai wurde das Informationsschild in Starkville eingeweiht – an der Kreuzung Route 182 und Jackson Street. Es ist der 35. Stopp des Mississippi Country Music Trail, eines Wegweisers zu wichtigen Orten der Country-Musik in Mississippi. Dieser Südstaat der USA gilt als eine Wiege des Genre. Der Trail ehrt die Urväter wie etwa Jimmie Rodgers, ebenso wie lebende Ikonen der erfolgreichsten Musik in den USA, zum Beispiel Tammy Wynette und Marty Stuart.

 „Johnny Cash ist eine ikonische Figur in der Musik Amerikas und hat zu mehreren Genres beigetragen“, sagte Mississippis Gouverneur Tate Reeves. „Seine Zeit in Mississippi war ihm offensichtlich in Erinnerung geblieben, und wir sind stolz, ihn mit diesem Marker zu ehren.“ Cash hat weltweit mehr als 90 Millionen Platten verkauft, neben Country auch Rock, Blues, Folk und Gospel.

Marty Stuart spielte zur Enthüllung Starkville City Jail. Johnny Cash kannte er sehr gut, hatte er doch in jungen Jahren in dessen Band gespielt. Er war auch mit Cashs Tochter Cindy verheiratet. Gefragt, was der schon 2003 verstorbene, „Man in Black“ beim Anblick des Markers heute denken oder fühlen würde, sagte Stuart: „Er hätte sich nicht nur geehrt gefühlt, sondern auch den Sinn für Humor der Stadt Starkville sehr zu schätzen gewusst, denn Humor hatte auch er reichlich.“