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Musik

Memphis & Mississippi sind ein Urgrund der amerikanischen Musik. Hier haben auch so ziemlich sämtliche moderne Populärmusikarten tiefe Wurzeln.  Es gibt unglaublich viel zu hören und zu erkunden.

Country, Gospel, Soul & Elvis

Das Rock 'n' Soul Museum in Memphis hat die Musik des Mississippi Delta und von Memphis zum Thema, und zwar auch ihre Einflüsse auf die Welt.  

Elvis Presley kam in Tupelo, Mississippi zur Welt, wo das Elvis Presley Birthplace Museum die im wahrsten Sinne des Wortes bescheidene Hütte seiner Kindheit bewahrt. In Memphis sieht man mit Graceland das Haus des Weltstars Elvis und das Sun Studio, wo er und viele andere Giganten der Musik ihre ersten Platten aufnahmen. Die Memphis Music Hall of Fame richtet den Scheinwerfer ganz auf Musiker nur aus Memphis. 

Der Rock 'n' Roll entstand im Clarksdale im Mississippi Delta und eroberte aus Memphis in den 1950ern die Welt. Das Stax Museum of American Soul Music, auch in Memphis, beleuchtet die zweite musikalische Weltrevolution aus Memphis in den 1960er und -70ern. 

Das GRAMMY Museum Mississippi steht als einziger Ableger des Hauptmuseums in Cleveland im Mississippi Delta, weil kein anderer Staat mehr Preisträger als Mississippi hervorgebracht hat. Der "Father of Country Music" Jimmie Rodgers lebte in Meridian, Mississippi. Der Mississippi Country Music Trail erschließt all die großen und kleinen Orte des Country im Staat. 

Der Blues

Und dann, natürlich, der Blues. Die einzige von Grund auf in den USA hervorgebrachte Musik hatte ihren Ursprung auf den Baumwollfeldern des Mississippi Delta. Und die Namen sind weltbekannt: Robert Johnson, Sonny Boy Williams II, Sam Cooke, Willie Dixon und Muddy Waters… - sie alle spielten den Blues. Alle kamen aus dem Mississippi-Delta, einer Region südlich von Memphis, die als Geburtsort des Blues gilt.

Der Mississippi Blues Trail führt Fans durch das Mississippi-Delta zu den Schauplätzen dieser Musik: hier ein Grabstein, dort eine Kreuzung, bescheidene Geburts- und Wohnorte großer Musiker und vieles mehr. Der Trail führt auch in die Blues-Kneipen, in denen die Stars auftraten und wo bis heute der Blues gespielt wird. Gut 200 der blauen Blues Marker-Schilder kennzeichnen die Stationen des Blues-Trails in Mississippi.  

In und um Clarksdale stehen gleich mehrere Blues Marker. Bis heute bietet die Stadt eine höchst lebendige Musikszene. An den Wochenenden kann man die Live-Clubs reihenweise abklappern. Einer der bekanntesten Treffpunkte ist sicherlich der Ground Zero Blues Club, die Musikkneipe von Morgan Freeman. 

Ein Abstecher zu den „Crossroads“ in Clarksdale darf natürlich nicht fehlen. An dieser legendären Kreuzung der Highways 49 und 61 in Clarksdale soll Robert Johnson seine Seele dem Teufel verkauft haben, damit er den Blues besser singen und spielen kann. Er war gerade mal 27, als ein eifersüchtiger Ehemann ihn in einer Kneipe am Stadtrand angeblich vergiftete. Da niemand genau weiß, wo Johnson seine letzte Ruhe fand, markieren Grabmale an drei Stellen den Ort – so seine Seele denn je zur Ruhe kam.

Beeindruckend ist auch das Delta Blues Museum in Clarksdale, das die Geschichte das Blues erzählt. In Indianola findet man das B.B. King Museum & Delta Interpretive Center. Man sieht viel aus dem Leben dieses Blues-Giganten, der im nahen Berclair geboren und im Mai 2015 hier bei seinem Museum zur letzten Ruhe gelegt wurde.

In den Clubs von Clarksdale, Greenwood oder Vicksburg ist der Blues bis heute quicklebendig geblieben, und dann natürlich auch in der Bluesmeile der USA schlechthin, der Beale Street. Memphis ist auch der Schauplatz der Weltmeisterschaft des Blues, der International Blues Challenge im Januar, und ganzjährig der Blues Hall of Fame. Und in den Kirchen lebt der Gospel, ob nun in afroamerikanischer oder weißer amerikanischer Ausprägung. Der Mississippi Blues Trail führt zu historischen Schauplätzen des Blues, aber auch zu den Orten, wo er heute lebt - in Mississippi, Memphis und darüber hinaus. Lesen Sie über das Thema Blues auch den Gastbeitrag des Blues-Journalisten Knut Benzner aus Hamburg.